Grothum

Brigitte Grothum

Brigitte Grothum studierte bei Herma Clement und Marlise Ludwig Schauspiel. 1954 debütierte sie am Zimmertheater in Tempelhof. Weitere Engagements an fast allen Bühnen des damaligen West-Berlin folgten, u. a. am Schlossparktheater, an der Tribüne, der Komödie, der Freien Volksbühne und am Renaissance Theater. Ihr Repertoire reicht vom Boulevard bis zur Klassik. Sie gastierte in Zürich, Essen, Bonn und Frankfurt/Main, bei den Salzburger, Heppenheimer und Forchtensteiner Festspielen, am Hamburger Schauspielhaus, am Thalia Theater, am Winterhuder Fährhaus und zuletzt am von Dieter Hallervorden neu eröffneten Schlossparktheater. Tourneen führten Brigitte Grothum durch Deutschland, Österreich und die Schweiz bis nach Südamerika. Bereits 1956 begann ihre Filmkarriere, sie spielte Hauptrollen in über 20 Filmen, u. a. in den legendären Krimis von Edgar Wallace, in Bernhard Wickis „Das Wunder des Malachias“ und 2009 in Prag unter der Regie von Josef Vilsmaier „Der letzte Zug“. Zuletzt drehte sie eine Gastrolle in Marc Rosenmüllers neuem Film “Wunderkinder“. Ihre Fernsehtätigkeit begann 1957 mit „Hexenjagd“ von Arthur Miller in der Regie von Ludwig Cremer. In über 200 TV-Rollen war sie in jedem Genre, vom Charakterfach bis zum Boulevard, erfolgreich. Besondere Popularität erlangte sie in der Doppelrolle der Magda/Marion bei „Drei Damen vom Grill“, der Vorabend-Serie der ARD, die 16 Jahre lang lief. Brigitte Grothums besondere Liebe gilt ihren literarischen Solo-Lesungen. Zu den von ihr favorisierten Autoren gehören Borchert, Chamisso, Eichendorff, Feuchtwanger, Fontane, Gaudy, Goethe, Gogol, Heine, Hölderlin, Kleist, Kolmar, Tolstoi und Wilde. Seit 1987 führt Brigitte Grothum auch Regie, z.B. im Hebbel Theater, im theater im palais oder im Hause der Stachelschweine. Bereits 1987 inszenierte und produzierte Brigitte Grothum erstmals Hofmannsthals „Jedermann“ in der Kreuzberger Südstern-Kirche. 1988 zog die Produktion in die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, und seit 1993 finden die Berliner Jedermann-Festspiele alljährlich im Herbst im Berliner Dom statt und sind in Berlin eine Institution geworden. 2011 feierten sie 25 jähriges Jubiläum. Brigitte Grothum spielte zuletzt im Schloßparktheater „Arsen und Spitzenhäubchen“ und auf einer Tournee des Thespiskarren „ein Oscar für Emily“ von Folker Bohnet und Alexander Alexy.

Auftritte:

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