DER VORNAME

von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière

Regie: Meike Harten – Ausstattung: Sabine Flunker

Wiederaufnahme am 4. November 2016

mit Konstantin Graudus, Michael Lott, Vivien Mahler und Benjamin Utzerath u.a.

Laufzeit: 04 November bis 31. Dezember 2016

Die Kinder sind im Bett, und es soll ein gemütlicher Abend unter Freunden und Verwandten werden: Elisabeth und Pierre haben zum Essen eingeladen. Ihr bester Freund Claude kommt ebenso wie Elisabeths Bruder Vincent, der demnächst zum ersten Mal Vater wird. Während alle auf seine schwangere Frau Anna warten, die noch in einem Meeting sitzt, lässt Vincent sich lustvoll mit Fragen zum geplanten Vornamen seines Stammeshalters löchern. Als er den Namen »Adolphe« in die Runde wirft, beginnt die Stimmung zu kippen. Der liberale Literaturprofessor Pierre steigt erschüttert in das provokante Spielchen seines Freundes ein, es kommt zu einem Schlagabtausch, der zunehmend bissiger wird und weit über Sinn und Unsinn von absurden, lächerlichen und verbotenen Vornamen hinaus geht. Nach und nach mischen sich alle ein in die Streiterei. Erst einmal richtig in den Strudel geraten, kommen kleine, große und vor allem bisher unterdrückte Ärgernisse über »Macken«, Ansichten und Verhalten an die Oberfläche, die sich über viele Jahre angesammelt haben und im Namen der Freundschaft und Liebe unter den Tisch gekehrt wurden. Zur Eskalation kommt es allerdings erst, als sich herausstellt, dass nicht nur in der Weltgeschichte, sondern auch in der jüngsten Familiengeschichte eine ganz gehörige Portion Sprengstoff lagert…

 

Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière (beide 1971 geboren) stellen in ihrem 2010 uraufgeführten Theaterstück eindrucksvoll unter Beweis, dass unsere französischen Nachbarn mit dem Genre der bissigen Gesellschaftskomödie unverkrampft und elegant umgehen können. Mit ihrem Debütstück DER VORNAME landeten sie den größten Presse- und Publikumserfolg der Pariser Spielzeit 2010/2011. Das Stück wurde für den Prix Molière nominiert, der höchsten literarischen Auszeichnung in Frankreich, und ist inzwischen auch verfilmt worden.

 

DER VORNAME entlarvt peinliche Lebenslügen und lächerliche Klischees ohne den lebens­not­wendigen Kompromiss, und nichts anderes ist das gesellschaftliche Zusammenleben, aus dem Auge zu verlieren. Doch werden die Arrangements unter Bildungsbürgern erst einmal als solche erkannt, brechen die Geschwüre auf, die sich unter den Lebenswegen gebildet haben. Ein geringer Anlass, ein nicht gerade intelligenter Witz bringt ein großes Lügengebäude aus Ideologien, selbstgefälligem Liberalismus oder egoistischem Narzissmus donnernd zu Fall. Werden Jugendfreunde erst einmal zu Kampfhähnen, bleibt die Frage, ob es noch eine Versöhnung geben kann. Und welche Wunden nie verheilen werden…

DER VORNAME:

Eine von der ersten bis zur letzten Minute äußerst gelungene Inszenierung von Meike Harten...Zudem hat sich hier auch ein Schauspielerquartett zusammengefunden, dem das Etikett staatstheaterwürdig angeheftet werden müsste... [Die] Schauspieler führen uns durch Situationen, die uns allen irgendwie bekannt sind. Wir lachen uns kaputt und fassen uns betreten an die eigene Nase.“

Die Welt

Dieser Schlagabtausch ist im besten Sinne komisch, witzig, böse, bissig und auch höchst amüsant. Die Schauspieler überzeugen uneingeschränkt, die Inszenierung hat viel Tempo, und der Spannungsbogen stimmt. Das Publikum war begeistert.

NDR 90,3

Bildungsbürger außer Kontrolle: Gelungene [und bei der Premiere] mit Getrampel gefeierte Neuinszenierung der französischen Gesellschaftskomödie DER VORNAME im Theater KONTRASTE.

Hamburger Abendblatt

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