HERRINNEN

von Theresia Walser

Regie: Meike Harten, Ausstattung: Sabine Flunker

Mit: Kristina Brons, Konstantin Graudus, Rabea Lübbe, Vivien Mahler, Marion Martinzen

Premiere: 28.02.2018
Fotos: Oliver Fantitsch

Laufzeit: 26 Februar bis 21. April 2018

Auf Frauenquoten, Gleichstellungsbeauftragte und männlich-schleimigen Respekt können diese Frauen verzichten: Geschlecht ist für sie nur ein lächerliches Konstrukt von Low-Performern. Behängt mit Harvard-Diplomen und den Skalps gefeuerter Angestellter und ausgestattet mit beinharter Kompromisslosigkeit, präsentieren sich fünf nominierte Kandidatinnen für den „Staatspreis für weibliche Lebensleistung“. Gleich beginnt die Gala. Hinter der Bühne begegnen sich die Frauen zum allerersten Mal. Allerdings stellen sich diese Karrieristinnen zunächst die Frage: „Und was ziehst Du an? Man kann ja als Frau nie so viel falsch machen, wie bei einer Preisverleihung falsch angezogen zu sein”

Diese anfängliche Sorge beschäftigt Rita Schuster, die mal als Sekretärin angefangen hat, und die heute dennoch 27.000 Mitarbeitern vorsteht, in einer Firma für Baumaschinen, ebenso wie Tanja Kreuz, die den südamerikanischen Markt für Suppenpulver aufgebaut hat, die 185 Tage im Jahr unterwegs ist und die dennoch vier Kinder hat. Auch die Mathematikerin Brenda, die sich als Transsexuelle erst zur Frau hat machen lassen, denkt jetzt an die Worte ihrer Mutter: „Ohne Pumps hast du Entenfüße!“ Doch müsste jenseits der geeigneten Kleiderwahl nicht doch Katie ausgezeichnet werden, die sozial engagierte Kindergärtnerin? Oder Martha Menke, die am Stock geht, seitdem sie einen Badeunfall hatte, die also nicht „schönheitsbehindert“ ist, wie sie es nennt, und die eben deshalb Karriere als Präsidentin des Obersten Gerichtshofes machen konnte?

Die Kandidatinnen fallen hinter den Kulissen, im Gerangel um die begehrte Auszeichnung, übereinander her. Mit ausgesuchten Bosheiten und Potenzgehabe wird kaum eine Herabwürdigung gegenüber der Konkurrenz ausgelassen, denn es kann nur eine Gewinnerin geben. Jede auf ihre Weise kämpft virtuos und rücksichtslos, genauso wie sie auch Karriere gemacht hat. Das weibliche Quintett zeigt bravourös, wie stark es männliche Herrschaftsstrukturen verinnerlicht hat. Doch was als Zickenkrieg in der freien Marktwirtschaft beginnt, nimmt eine ganz unglaubliche Wendung …

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