WIR SIND KEINE BARBAREN

von Philipp Löhle
Regie: Murat Yeginer, Ausstattung: Telse Hand
mit Meike Anna Stock, Konstantin Graudus, Rabea Lübbe, Tino Führer und dem Heimatchor (Olivier David, Judith Vanessa Fritzi Falkenberg, Gero Grimm, Kerstin Kaiser, Kerstin Kiesé, Jadelene Panesa, Georgia Maria Reh, Susanna Strohmaier)

Fotos: Oliver Fantitsch

Premiere am 26. August 2015

Neben Barbara und Mario sind neue Nachbarn eingezogen. Die beiden Pärchen nähern sich zögerlich an, man fachsimpelt über Flachbildschirme, Fitnesskurse, veganes Essen und ist mit sich und seinem Leben zufrieden. Schwierig wird es, als eines Nachts ein Fremder anklopft und um Unterkunft bittet. Während die Neuen ihm die Tür vor der Nase zuschlagen, nimmt Barbara ihn auf. Ein Asylsuchender aus Asien (oder war es Afrika?) braucht schließlich Hilfe, das ist ja klar für einen anständigen Bürger. Sicherlich hat er in seiner Heimat Schreckliches durchgemacht. Das verpflichtet doch zu unein­geschränkter Hilfsbereitschaft – oder nicht? Doch bevor man sich darüber einigen kann, sind der Fremde und Barbara wie vom Erdboden verschwunden, und die heile, aber fragile Welt der Wohl­standsbürger gerät mächtig aus den Fugen.

Das Stück des Dramatikers Philipp Löhle (*1978) erzählt von der gesteigerten Hysterie im Angesicht des Unbekannten. Es wurde im Frühjahr 2014 in Bern uraufgeführt, zu einem Zeitpunkt, als die Schweiz sogenannte „Einwandererkontingente“ beschloss, um eine „Überfremdung“ zu verhindern. Löhle lässt in die tief sitzenden Ängste und Vorurteile einer Gesellschaft blicken, deren Selbstverständnis das einer weltoffenen und toleranten Gemeinschaft ist, während hinter der Fassade das Unheil brodelt. Zweifellos trifft das Stück europaweit den wundesten Punkt der westlichen Demokratie. Dabei schafft es Philipp Löhle, gesellschaftspolitische Konfliktsituationen in süffigen Geschichten zu erzählen. „Wir sind keine Barbaren! ist ein schwarzhumoriges Stück in Zeiten der Flüchtlingsdebatte, von AfD und Pegida hierzulande und denkwürdigen Wahlerfolgen der rechtskonservativen Front National im Nachbarland Frankreich.

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„Voll ins Schwarze! Regisseur Murat Yeginer bringt dieses bemerkenswerte Stück mit spielerischer Leichtigkeit brillant auf die Bühne. [...Er] beweist mit dieser Inszenierung ein wahrhaft goldenes Händchen für den Spagat zwischen todernst und komisch. […] Respekt, glänzend gemacht!“

NDR 90,3

"WIR SIND KEINE BARBAREN ist ein beeindruckendes Kammerspiel, dass die Zuschauer auf sensible Art mit der aktuellen Flüchtlingssituation konfrontiert – hoch aktuell und aufrüttelnd."

NDR Fernsehen Hamburg Journal

"Drama mit Migrationshintergrund: Die Satire WIR SIND KEINE BARBAREN feiert eine gelungene Premiere. [Sie] ist das bisher größte, aktuell auf jeden Fall gelungenste Beispiel gespielter deutscher Gegenwartsdramatik im Theater KONTRASTE."

Hamburger Abendblatt

"Postmigrantisches Theater kennt Hamburg überwiegend von Gastspielen auf Kampnagel. Ein Haus wie das Gorki Theater in Berlin – in dem ein bunt gemischtes Ensemble mit reichem Migrationshintergrund aktuelle Themen aufmischt – fehlt in der Hansestadt. Das ist durchaus als grundlegender Mangel zu begreifen, dem nun [das Theater KONTRASTE] zumindest für gut acht Wochen abhilft [...] In [Murat Yeginers] zügiger, pointen- und punktgenauer Inszenierung kann alles in die gelbe, grüne, blaue, rote oder orange Tonne getreten werden, was an Gedankenmüll zum Thema Selbstverständnis und Fremdenhass so anfällt."

DIE WELT

„Bitterböse, amüsant und ziemlich schrill“

Hamburger Morgenpost

„Philipp Löhle schreibt wie das Leben ist […] Er weiß, wie Gesellschaftskritik heute am besten verstanden wird, nämlich locker, fast komödiantisch. Und er versteht etwas von schrillen Paarbeziehungen"

SWR

„Wir sind keine Barbaren“ besticht durch pointierte Dialoge, in der ersten Hälfte überaus witzig. Das Stück entwickelt sich hin zu einem tief schwarzen, alptraumhaften Szenario, das unsere Abgründe offen legt und Beklemmung auslöst."

meine südstadt, Köln

„Das Stück hallt nach, weil Löhle ein brennendes Thema ohne Zeigefinger behandelt und dabei die Lächerlichkeit der Diskussion ‚Pro und kontra Ausländer‘ entlarvt, an die wir uns längst gewöhnt haben“ […] Aus der Komödie ist ein beklemmendes Wutbürgerspiel geworden."

AZ Medien

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